Archiv des Autors: Sascha Michel

David gegen Goliath – 4. Runde

Dass unsere vierte Runde schwieriger werden würde, war uns klar. Wir setzten uns deshalb einen Punkt als Ziel und starteten am Freitag unsere Reise nach Solothurn. Doch unsere Reise stand unter einem schlechten Stern. Sascha verirrte sich im Zug und wusste plötzlich nicht mehr, ob er, wie abgemacht, vorne im Zug sass oder hinten – ja das geht tatsächlich. Da sowohl Oli als auch Sascha nicht die Lust hatten durch den ganzen Zug zu laufen, um ihre Kräfte zu sparen, fuhren sie im gleichen Zug, aber nicht zusammen nach Solothurn – Linus hatte bereits im Voraus angekündigt, einen anderen Zug zu nehmen. Der Teamspirit wurde damit bereits auf eine erste Probe gestellt.  Nichtsdestotrotz waren wir vorbereitet:

  • Physische Verfassung: überwältigend
  • Technische Finesse: limitiert
  • Siegeswille: angsteinflössend
  • Gruppenkohäsion: bisher ungesehen

In der Halle wurden wir von den freundlichen Solothurnern begrüsst und in der Halle willkommen geheissen. Weniger freundlich war die Halle selbst, bei der es sich, laut Sascha, um die schlimmste Halle der Welt handelte. Da der Captain es verbot, Forfait zu geben, spielten wir die erste Runde. Oli und Sascha spielten einen guten ersten Satz, mussten sich aber dann der Klasse der Gegner, resp. in einem Fall dem Antitopbelag, geschlagen geben. Linus konnte in einem erbitterten Fünfsätzer den Sieg einfahren und schöpfte so Hoffnung.

Die zweite Runde machte diese aber sogleich zunichte, konnten wir doch nicht einen einzigen Sieg einfahren. Auch im darauffolgenden Doppel war der Gegner schlicht und einfach zu stark und gewann souverän 3:0.

Die letzte Runde entschied daher darüber, ob wir zumindest mit einem Punkt nach Hause gehen würden. Olis Gegner lief in der letzten Runde nochmal zu Hochform auf und liess ihm keine Chance. Anders Saschas Gegner, der zwischenzeitlich schwächelte und das ganze in einen Fünfsatzkrimi hinauslief. Leider hatte Sascha im letzten Satz ein Tief und musste sich schlussendlich 3:2 geschlagen geben. Auch bei Linus lief es auf einen Fünfsätzer hinaus. Linus bewahrte die Ruhe und liess sich gegen den Antitopspielern nicht aus der Fassung bringen. In diesem Geduldsspiel behielt Linus die Oberhand und konnte für Münchenbuchsee wenigstens den zweiten Sieg einfahren. Leider mussten wir uns dennoch mit einer 2:8 Niederlage abfinden und konnten den angestrebten Punkt nicht einfahren.

Anders als in der Legende wurde David von Goliath regelrecht verprügelt. Da wir aber mit einem solchen Szenario gegen die nominell stärksten Gegner gerechnet haben, befinden wir uns weiterhin im Plan und rechnen damit, gegen die nächsten Gegner (mehr) Punkte einzufahren.

Duell der beiden Buchsees – 3. Runde

An einem schönen Herbsttag – so schön, dass Oli die letzten zwei Tage wandern war und geradeso auf den Match wieder ins Flachland zurückkehrte – forderten wir Herzogenbuchsee. Als eines der wenigen Teams ist Herzogenbuchsee ähnlich klassiert wie wir. Die Motivation und der Kampfgeist waren dementsprechend hoch, die Ansprüche auch: Ein Sieg musste her!  Nach einer brennenden Ansprache unseres Captains stellten wir uns an die Tische und hauten unseren Gegner die Bälle um die Ohre – es stand 3:0 für Münchenbuchsee nach der ersten Runde.

In der zweiten Runde erfolgte dann aber die Ernüchterung. Oli zeigte erste, wanderungsbedingte Schwächen und Linus kam überhaupt nicht mit dem – zugegeben sehr eigenartigen – Spiel seines Gegner zurecht. Sascha konnte das Spiel gegen seinen Namensvettern gewinnen, es stand 4:2.Weiter ging es sofort mit dem Doppel.

Nach verlorenem Startsatz konnte das bewährte Doppel Feigenwinter/Michel auf 5:2 ausweiten, ausnahmsweise ohne zwischenzeitige Schwächephasen oder Konzentrationslücken, sondern mit einer immer besseren Leistung. Zurückzuführen ist das sicherlich auf die unglaublich grosse Harmonie zwischen den beiden, die in regelmässigen Teambuilidingevents – sprich Darts spielen und Bier trinken – gefördert und trainiert wird.

Mit einer guten Aussicht auf 3 Punkte starteten wir in die letzte Runde. Oli stärkte sich mit Schokolade, spielte einen guten ersten Satz, gestand sich dann aber ein, dass er wohl etwas zu exzessiv wandern war und musste sich dem Gegner geschlagen geben. Linus und Sascha konnten beide ihr letztes Spiel gewinnen und sicherten so den 7:3 Sieg.

Damit sind wir nach drei Spielen denkbar gut unterwegs, wobei die schwierigeren Gegner erst noch kommen. Anegespornt durch unsere bisherigen Erfolge, stellen wir uns am Freitag Solothurn.